Ein Morgen im Frühling

An einem herrlichen Frühlingsmorgen beginne ich meinen
Spaziergang durch mein Stadtviertel, um die
Frühlingsgefühle der Natur zu erfahren.


Ich schlender einen Weg entlang, der etwas abseits der
Straßen entlang führt. Nahe des Kanales begegnen mir
fröhliche Menschen, die mit ihren Hunden unterwegs sind,
und ebenso dankbar das Wetter genießen.

Beim Vorbeigehen sehe ich in ihre Augen, und lasse sie an
meiner Fröhlichkeit und Liebe teilhaben, während mir ihre
Augen vorkommen, als würden sie aus selbigem Grund wie
die Sonne strahlen.

An dem Kanal dann angelangt finde ich die Bank am Ufer
und setze mich auf ihr nieder. Den Vögeln lausche ich und
den Düften der Bäume und der blühenden Pflanzen um
mich herum schenke ich meine ganze Aufmerksamkeit mit
geschlossenen Augen. Dann öffne ich sie wieder, erfreue
mich an dem schönen Anblick all dessen, und zünde mir
anschließend eine Zigarette an. Da beobachte ich im
Wasser eine Entenfamilie, wie sie auf mich zuschwimmt.
Voraus die Eltern, und hinter sechs kleine Entlein, die
einfach zu putzig in ihrem Dasein erscheinen, wie klein
und süß sie doch sind.

Während die Sonne munter weiterstrahlt, und ich lange
genug auf er Bank verweilt habe, mache ich mich daran,
meinen Weg forzusetzen.

An einer Brücke vorbeikommend sehe ich gegenüber den
großen Friedhof.

Ich halte einen Moment inne.

Erinnerungen an das Lied der Amigos „Und dann kam ein
Engel“ tuen sich in meinen Gedanken auf, und dazu sehe
ich die kleine vierjährige Frauke, die Tochter einer guten
Freundin, wie sie stehend mit gefalteten Händen vor sich
dieses Lied fröhlich singt.

Ja, Engeln kann man überall auf Erden begegnen.

Ich schaue in den wunderschönen blauen Himmel hinauf,
ein einfach wohltuender Anblick. Doch dann drehe ich
mich wieder in Richtung meines Weges, und laufe weiter
die Straße entlang, bis ich schließlich an einem
Kindergarten angelange.

Eine grünstrahlende Hecke steht im Sonnenschein vor mir,
und neben dem Gebäude sehe ich auf dem Rasen fröhliche,
bedenkenslos tobende Kinder, die ihre Freude und ihren
Spaß an diesem sonnigen Tag ausleben. Während ich dies
sehe, denke ich zurück an die Zeit, in der auch meine drei
Kinder noch in diesem Alter waren, wie sie aufwuchsen,
und heute schon erwachsene Menschen sind.

Ich liebe die drei wirklich so sehr.
Es tut meinem Herzen gut, zu wissen, dass sie immer für
mich da sind.

Plötzlich tritt eine Mutter heraus, die ihren Sohn abholt.
Sie begrüßt mich freundlich mit einem Lächeln, und auch
ich erwidere den beiden eine Begrüßung mit einem
lächelnden Gesicht.

Nach einem kurzem Blick auf die Kirche gegenüber gehe
ich jedoch weiter. Ein Wagen hält an, und ich nicke dem
Fahrer dankend zu, als ich die Straße über den
Zebrastreifen überquere.

Der letzte Abschnitt meines Spazierganges führt an dem
Imbiss vorbei, in dem ich, wie auch damals schon,
von außen Hanne hinter der Theke stehen und lächeln
sehe. Ja, immer noch steht sie da, bedient ihre
Stammkundschaft, und schenkt den Menschen ihre
Herzensliebe, Gutmütigkeit und Wärme und ist immer für
sie da.

Mit einem Blick nach rechts erkenne ich auch schon
meine alte Wohnung.

Ich gehe ein Stück voran, sodass ich vor der Eingangstüre
stehe. Mir kommen Gedanken, Bilder aus Erinnerungen.
Gutes, als auch etwas, was nicht unbedingt als schön
empfunden wurde, aber dennoch Erfahrungen, die meiner
Seele nie verloren gehen werden, und die mich zu dem
machten, der ich heute bin.

Ich atme tief ein und aus, sehe zuletzt ein Familienbild aus
vergangener Zeit und so bin ich wieder im Hier und Jetzt.
Nur ein kurzer Moment, doch ist er so intensiv, dass es
mir vorkommt, als seien fünf Minuten vergangen.

Ein letztes Mal blicke ich mich um. Hier und da steht ein
großer Baum, welche mir alle so mächtig und weise
erscheinen. Als ich zu dem Baum vor mir hinauf schaue,
wie er da in den Himmel ragt, in all seiner Schönheit unter
diesem herrlichen blauen Himmel, da vernehme ich
plötzlich ein Gefühl, als sage er mir:

Das Leben besteht darin, alle möglichen Erfahrungen zu
machen.

Tiefe innere Zufriedenheit überkommt mich daraufhin,
und ich lächle beruhigt.

So gehe ich schließlich die letzten Meter weiter, und
von geringer Weite erkenne ich schon mein zu Hause.

Liebe Fans und Freunde, ich wünsche Euch wunderschöne Ostern

mit der Familie, laßt es Euch so richtig gut gehn.

Herzliche Grüße
Euer Chris W.

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