Ein kleiner Herbstgang

Während ich mir meinen morgendlichen Kaffee ansetze,
und es angenehm nach ihm duftet, bemerke ich,
dass der Tag mit einem schönen blauen Himmel beginnt.

Vielleicht ja ein prima Tag, um spazieren zu gehen…

Schließlich nach ungefähr einer Stunde mache ich mich dann auf,
um durch den Herbst zu laufen.

Es ist noch früh, zu der warmen Sonne kann trotzdem
eine Frische gespürt werden.

So laufe ich warm eingepackt über den Schotterweg
am Kanal entlang.

Die Bäume sind mittlweile von den meisten ihrer Blätter frei,
und eine bunte Vielfalt von ihnen liegt überall auf dem Boden.

Es ist recht schön anzusehen,
wie die einst grünen Blätter nun den gesamten Boden
mit ihren orange-roten Farben bedecken.

Ich gehe weiter meines Weges am Wasser entlang
und nehme die Farben wahr, die mich umgeben,
während zu meinen Seiten die großen, alten Bäume stehen
und auch noch die restlichen Blätter vom Wind fort tragen lassen.

Nach circa einer halben Stunde gelange ich an die Hauptstraße.

Ein lauter Lärm von schnellen und hektischen Autos
durchbricht die vorhin noch verspürte Ruhe des Weges,
von dem ich gekommen bin.

Ich warte bis keins in Sicht ist und eile hinüber,
um den Spaziergang auf dem Wall fortzusetzen.

Als ich über die kleine Holzbrücke gehe ,
kommen mir 2 sich unterhaltende Jogger entgegen
und ich entscheide mich für eine kurze Sitzgelegenheit,
die ich unter einem riesigen Baum auf einer Bank finde.

Nicht ganz ist der Lärm des Verkehrs verschwunden,
aber es ist schon um einiges ruhiger.

„Der Berufsverkehr…“ sage ich mir ,
„..was für ein Kontrast zur harmonischen Ruhe der Natur.“
Kennt ihr das? Ihr seid irgendwo auf einer Wiese oder im Wald ,
nur ihr und und die Natur?

Das Summen der Bienen ist zu hören,
die singenden oder rufenden Vögel, das Rascheln
der Bäume und Gräser.

Es ist möglich, sich mit dem in Einklang zu begeben,
um einfach mittendrin davon zu sein.

Doch was ist es hier ? Die Autos machen Lärm,
und zusammen mit den Menschen,
die sie fahren, wirkt es auf mich wie eine hektische Menge.

Ein dumpfes Grollen von Maschinen, angetrieben von Stress.

So ist es nun mal.. ein interessanter Kontrast, wie ich finde.

Nachdem ich einige Minuten gerastet habe,
strecke ich mich, stehe auf und gehe weiter.

Es begegnen mir nicht allzu viele Menschen.

Unten links auf den Tennisplätzen spielen 2 Männer und Frauen,
und ein Stück weiter sehe ich Mütter, die ihre Kinder gerade
zum Kindergarten gebracht haben,
welche zum Teil irgendwie genervt wirken.

Geradeaus sehe ich schon die grüne Brücke
und den dahinter liegenden größeren Teich.

Mein Weg führt mich etwas herum und schließlich,
um eine Zigarette zu rauchen, setze ich mich auf eine Bank
am Wasser, während die Sonne genau auf mich scheint.

Leichte kleine Wellen sind auf dem Wasser,
hin und wieder bläst ein kühler Wind.

Er treibt die ganze Zeit über Blätter durch die Luft,
die aussehen, als tanzten sie vor Freude mit dem Wind.

„Ich könnte noch wo hin, um etwas zu frühstücken..“
denke ich , und überlege , wohin ich gehen kann,
als mir der gemütliche Bäckerladen, ein kleines Stück weiter,
einfällt.

Und so bin ich auch schon auf dem Weg dorthin,
nachdem die Zigarette aufgeraucht ist.

Mit einem Blick auf die Uhr stelle ich fest,
dass es 10:15Uhr ist.

Ich gehe in Richtung Straße weiter, entlang von Bäumen
und einem kleinen Schlot zur rechten Seite.

An der Sparkasse stehend kommen mir Erinnerungen.

In dem Haus, das von hier aus zu sehen ist,
habe ich damals vor langer Zeit, als ich darin wohnte,
so manches erlebt.

Als ich es so betrachtete,
kommen immer mehr Erinnerungen und Bilder.
Bald so, als sei ich in die Zeit zurückgereist,
obwohl meine Augen geöffnet sind.

Ich muss schon lächeln, als ich da so stehe,
und die Dinge durchgehe.

Nach dem kurzen Gedankenausflug beschließe ich,
zu dem Laden gegenüber auf der anderen Straßenseite zu gehen.

Einige Autos fahren noch vorbei,
bevor ich über die Straße laufe und mich
schließlich in den gemütlichen Laden setze.

Eine nette Bedienung kommt zu mir, und fragt,
was ich bestellen mag,woraufhin ich vorerst nur
einen Kaffee angebe.

Nachdem der heiße Kaffee dann gebracht ist,
bestelle ich mir noch ein Brötchen
und ein kleines Stück leckeren Kuchen.

Gut eine halbe gemütliche Stunde später
mache ich mich dann wieder auf….

Liebe Grüße
Euer Chris W.

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